Volksbank präsentiert bei der Vertreterversammlung erneut ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis

von links: Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer, Aufsichtsratsmitglied Dr. Thomas Hölscher, Aufsichtsratsvorsitzender Harald Lamprecht, Aufsichtsratsmitglied Ulrich Beckmann und Vorstandsmitglied Gregor Mersmann

„Aus der Stärke heraus die Leistungsfähigkeit unserer Bank über die unmittelbare Zukunft hinaus gestalten und nachhaltig sichern!“, diese Worte prägten den Vorstandsbericht von Ludger Suttmeyer bei der diesjährigen Vertreterversammlung der Volksbank eG, Waltrop. Es wurde ein interessanter und informativer Abend für die anwesenden Vertreter.

Insgesamt 357 Männer und Frauen aus den fünf Kommunen Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel und Lünen bilden die Vertreterversammlung. Als Organ der genossenschaftlichen Mitverwaltung vertreten sie die Interessen der 34.477 Mitglieder gegenüber der Bank und ihrem Vorstand.

Unter der Versammlungsleitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Lamprecht kam das Bankparlament in der Stadthalle von Datteln zusammen, um sich von Vorstand und Aufsichtsrat über den Verlauf und das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres unterrichten zu lassen. Nach Suttmeyers Ausführungen hat die Volksbank im zurückliegenden Jahr erneut ihre Stärke und Stabilität unter Beweis gestellt sowie ihre Marktanteile weiter ausgebaut. Niedrigzinsen und zunehmend bürokratischer Bankenregulierung zum Trotz konnte er solide Geschäftszahlen präsentieren.

So steigerte die Bank ihre Bilanzsumme um 4,6 Prozent auf 910 Millionen Euro und knackte damit erstmalig die 900 Millionen Euro Marke. Die Volksbank wuchs damit mehr als dreimal so stark wie die bundesdeutsche Wirtschaft. „Wir werten dies als Ergebnis unserer starken Kundenorientierung und unserer konservativen Geschäftspolitik.“, so Ludger Suttmeyer. Als großen Vertrauensbeweis sah der Banker auch das Wachstum der Kundeneinlagen an. Trotz der Nullverzinsung für Neuanlagen stieg das Volumen um 5,3 Prozent auf einen neuen Höchststand von 692 Millionen Euro. Bei der Vermittlung der anvertrauten Einlagen agiert die Genossenschaftsbank weiterhin regional. „Geld aus der Region bleibt in der Region und wandert nicht ins Investmentbanking oder in riskante Spekulationen rund um den Globus.“, versichert der Bankvorstand. Mit einem Kreditbestand von 608 Millionen Euro, dies entspricht einer Steigerung von 3,8 Prozent, wurde auch hier eine weitere Rekordmarke gesetzt.

Als weiterhin sehr gut und ausgewogen stellt sich die Ausstattung mit bilanziellem Eigenkapital dar. Bei einem Gesamtbestand von 88,1 Millionen Euro entfallen hiervon 8 Prozent auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder und weitere 92 Prozent auf über die Jahre geschaffenen Rücklagen.      

Als Ergebnis weist die Volksbank Waltrop für 2018 einen Jahresüberschuss von aufgerundet 2,7 Millionen Euro aus. Nach Zuführung zu den Rücklagen in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Euro verbleibt ein Bilanzgewinn von knapp 800.000 Euro. Durch Beschluss der Vertreterversammlung erhalten die Mitglieder der Bank daraus eine Dividende von vier Prozent auf ihre gezeichneten Geschäftsguthaben.

Der Bankvorstand ging auch auf die gesellschaftliche Verantwortung der Bank für die heimische Region ein. Neben Spenden und Sponsoring beschrieb er die Ausbildung junger motivierter Menschen als eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft. Die Übernahme in ein festes Beschäftigungsverhältnis wird dabei immer angestrebt. Insgesamt bietet die Volksbank über 160 Mitarbeitern eine sichere wirtschaftliche Basis.    

Die weiter rückläufigen Zinserträge, Ergebnis der draghischen Niedrigzinspolitik, beschrieb Ludger Suttmeyer als große Herausforderung, auf die man verantwortungsvoll und mit Bedacht reagieren müsse, um den Geschäftserfolg und die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Dies soll vor allen Dingen durch eine Konzentration der Kräfte erreicht werden. So wurden bereits im Privat- wie auch im Firmenkundenbereich organisatorische Veränderungen vorgenommen. Durch die Spezialisierung und Bündelung der Kompetenzen für besonders anspruchsvolle Geschäfte einerseits und für die Standardgeschäfte andererseits, wird die Beratungsqualität noch weiter verbessert.    

 

Doch auch weitreichendere Überlegungen müssen aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat angestellt werden,  um die Leistungsfähigkeit der Bank über die unmittelbare Zukunft hinaus zu gestalten. Die anwesenden Vertreter und Gäste hörten gespannt zu, als Suttmeyer sich zu einer möglichen Fusion äußerte. „Der beste Zeitpunkt, Fusionsüberlegungen anzustellen, nachhaltige und tragfähigere Strukturen für die Zukunft mitaufzubauen, ist dann, wenn das eigene Institut gesund und stark ist und deshalb von jedem Fusionspartner ernst genommen wird.“, erläuterte er.  „Die Volksbank ist aktuell gesund und solide, doch die Herausforderungen der nächsten Jahre sind für den Bankensektor im Allgemeinen und für unsere Volksbank sehr groß.“, führte er weiter aus. Doch im Wissen um ihre eigenen Stärken ist es nicht Ziel der Genossenschaftsbank, um jeden Preis und mit beliebigen Partnern zu fusionieren. So wurde ein Katalog mit zehn Anforderungen an einen zukünftigen Partner erarbeitet, der im Rahmen der Informationsveranstaltungen für Vertreter im März bereits vorgestellt wurde. Als Ergebnis zwischenzeitlich geführter Gespräche mit den Nachbarbanken, hat sich die größte gemeinsame Schnittmenge zur Dortmunder Volksbank herauskristallisiert. Der Bankvorstand wurde daher vom Aufsichtsrat  damit beauftragt, in Sondierungsgespräche einzutreten mit dem Ziel, ein mögliches Zusammengehen beider Häuser zu prüfen.

 

Im Anschluss an den Bericht zur Geschäftsentwicklung sprach der Vorstand der Genossenschaftsbank den Vertretern und Mitgliedern seinen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen aus. Ebenso dankte er den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das konstruktive und gedeihliche Miteinander.

Die turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausscheidenden Herren Ulrich Beckmann aus Lünen und Dr. Thomas Hölscher aus Datteln wurden für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt.