Volksbank präsentiert Bilanzzahlen für 2019

Erfolgreich für die Menschen und die Wirtschaft in der Region

Gesundes Wachstum bei Einlagen und Krediten/Aufwand für Digitalisierung, Bürokratie und Negativzinsen steigt/Fusionsteams zum Zusammenwachsen mit Dortmunder Volksbank haben Arbeit aufgenommen/Erfolgreiche Umstellung auf neue Datenverarbeitung/Zahlreiche Neuerungen im Onlinebereich und bei den Niederlassungen

Ein herausforderndes Geschäftsjahr 2019 liegt hinter der Volksbank eG mit Sitz in Waltrop und ihren Geschäftsbereichen in Waltrop, Lünen, Brambauer, Datteln, Oer-Erkenschwick und Henrichenburg. Durch die beschlossene Fusion mit der Dortmunder Volksbank ist ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte eingeläutet. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren nachhaltigen Wachstumskurs fortsetzen und nach dem überwältigenden Votum der Vertreterversammlung einen wichtigen Schritt in eine erfolgreiche Zukunft getan haben“, bi-lanzierten die beiden hauptamtlichen Vorstandsmitglieder Ludger Suttmeyer und Gregor Mersmann auf der traditionellen Jahres-Pressekonferenz in Waltrop.


„Fusion ist richtiger Schritt zum richtigen Zeitpunkt“
„Der Beschluss zur Fusion war der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt“, betonte Suttmeyer. Wie bekannt, stimmte am 21. November 2019 die Vertreterversammlung in Waltrop mit einer überwältigenden Mehrheit von 98,7 Prozent für die Fusion mit der Dortmunder Volksbank. Damit schreibt die Bank Geschichte und zählt zukünftig zu den größten Volksbanken in Deutschland. Die beiden Vorstandsmitglieder zeigten sich überzeugt, mit der Dortmunder Volksbank den idealen Fusionspartner gefunden zu haben. Suttmeyer: „Die Ge-schäftsmodelle sind nahezu identisch und Aufwands- und Ertragspositionen ergänzen sich optimal. Für beide Banken haben die Förderung ihrer Mitglieder sowie die persönliche Nähe und die Kompetenz vor Ort oberste Priorität.“
Suttmeyer weiter: „Wir sind fest davon überzeugt, dass wir uns im Zusammenschluss mit der Dortmunder Volksbank, die ebenso gesund und mit einer ähnlichen Philosophie erfolgreich am Markt arbeitet, auch effizienter den nachhaltigen Veränderungen und den immer komplexer werdenden Herausforderungen stellen können.“ Konkret als aktuelle Herausforderungen im Blick hat der Vorstand dabei die Digitalisierung, den demographischen Wandel, die Niedrigzinsphase, das sich ändernde Kundenverhalten und die Kostenstruktur. Inzwischen hat intern der Prozess des Zusammenwachsens begonnen. Ein Fusionsteam mit Mitarbeitern beider Häuser wird die technische Fusion sowie die Vereinheitlichung der Prozesse begleiten. Voraussichtlich im Herbst 2020, nach dem Zusammenschluss der beiden Rechensysteme, wird dann auch operativ eine gemeinsame Volksbank entstehen.


Neues Niederlassungskonzept
Noch im ersten Quartal des Jahres 2020 soll für die knapp 54.000 Kunden das neue Niederlassungskonzept umgesetzt werden. Ziel ist es, die Kompetenz vor Ort weiter auszubauen und Entscheidungen noch schneller als bisher treffen zu können. Pro Geschäftsbereich (Waltrop, Lünen, Datteln, Oer-Erkenschwick und Henrichenburg) wird es einen Niederlassungsleiter als „Gesicht und Entscheider vor Ort“ mit umfangreichen Kompetenzen und Personalverantwortung geben. Damit wird umgesetzt, was Vorstand und Aufsichtsrat in den Fusionsverhandlungen besonders wichtig war: Die Niederlassungen mit den vertrauten Ansprechpartnern zu stärken und die Nähe zum Kunden beizubehalten.


Gelungene Umstellung auf „agree21“
Ein weiterer wichtiger Meilenstein in 2019 war die Umstellung auf die neue und im genossenschaftlichen Bankenbereich einheitliche Datenverarbeitung mit Namen „agree21“. „Die EDV-Umstellung verlief problemlos“, freute sich Mersmann. Allerdings war damit für die Beschäftigten ein „gewaltiger Kraftakt“ verbunden. Neben fast 1.500 Überstunden, die insgesamt geleistet wurden, waren über 850 Schulungstage zu absolvieren. Auch für die Kunden war die Umstellung, insbesondere im Bereich des Onlinebankings, mit einigen Veränderungen und Herausforderungen verbunden. Mittlerweile ist aber auch hier wieder Routine eingekehrt.


Zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2019

Dass das Institut gut aufgestellt ist, wird beim Blick auf die vorläufigen Zahlen der Volksbank für das Jahr 2019 deutlich. In der Bilanzsumme legte das Genossenschaftsinstitut um 7,5% auf 978,7 Millionen Euro zu. „Trotzdem“, so Mersmann, „erreicht der Gewinn voraussichtlich nur das Vorjahresniveau.“ Grund: steigender Aufwand durch mehr staatlich vorgegebene Bürokratie, die Zinspolitik der EZB und die Zahlung von Negativzinsen an die Zentralbank.
Geprägt wird die Bilanz des vergangenen Jahres aber vor allem vom weiter zunehmenden Vertrauen der Verbraucher in die Sicherheit der Volksbank. Im Einlagensektor lagen die Be-stände der Kunden auf Giro-, Festgeld- und Sparkonten mit 744,1 Millionen Euro um 7,5 Pro-
zent über dem Niveau des Vorjahres. Auch das Kreditgeschäft floriert weiter. Die Kundenforderungen stiegen um 5,1 Prozent auf 640 Millionen Euro. 28,8 Millionen Euro wurden in 2019 neu ausgeliehen. Der Großteil der Gelder ging dabei an den heimischen Mittelstand.
Die Zahl der Mitglieder belief sich auf 34.056 und entspricht damit einem Anteil von 63% an der Gesamtkundschaft.
Deutlich gewachsen ist auch das Geschäft mit den Partnerinstituten in der genossenschaftli-chen Finanzgruppe im Bereich Lebensversicherungen (R+V Versicherungsgruppe) und Bausparen (Bausparkasse Schwäbisch Hall). Diese positive Entwicklung führten die beiden Vorstände auf die genossenschaftliche Beratung zurück. Sie setzt sich intensiv mit der Vermögensstruktur, den Vorstellungen und den Sicherheitsbedürfnissen des Anlegers auseinander. „Bei uns bekommt jeder nur die Finanzprodukte angeboten, die zu ihm passen“, wird Mers-mann nicht müde, dies immer wieder hervorzuheben. Und dies heiße in den meisten Fällen: auch in Fonds und Aktien oder in andere Substanzwerte wie Immobilien und Edelmetalle zu investieren.


„Viele schaffen mehr“
Die beiden Vorstandsmitglieder verwiesen zudem auf das Steueraufkommen der Volksbank (rund 1,2 Millionen Euro Gewerbesteuer) sowie die Spendenzahlungen (knapp 230.000 Euro an 208 Empfänger) in 2019. Auch die vor drei Jahren ins Leben gerufene Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“ erfreut sich großer Beliebtheit. Seit dem Start haben über 3.000 Unterstützer nahezu 100.000 Euro gespendet. Rekordprojekt im vergangenen Jahr war der "Basketball-Freiplatz". Den Gymnastikverein Waltrop erreichten dabei über 17.000 Euro zur Erweiterung des städtischen Sportangebotes. Seit einigen Wochen gibt es zwei wesentliche Veränderungen, über die sich die Projektstarter freuen können. Die Summe des finanziellen Zuschusses der Volksbank wird von bisher fünf Euro auf nun bis zu zehn Euro verdoppelt. Das heißt, für jeden Spendeneingang ab zehn Euro legt die Volksbank zehn Euro drauf. Eine weitere Änderung betrifft die Abschaffung der Fanphase. Alle neuen Projekte können nun direkt mit einer dreimonatigen Finanzierungsphase beginnen. Dadurch wird das Crowdfunding noch einfacher und schneller. Fazit der Vorstände: „Auch damit leisten wir einen Beitrag für die Gesellschaft und die heimische Region.“


Neuerungen im Onlinebereich
Die Zeit des Fortschritts und des technologischen Wandels macht auch nicht vor neuen Be-zahlmöglichkeiten halt. So bietet die Volksbank ihren Kunden jetzt eine sogenannte digitale Karte an. Die Kunden können hiermit eine girocard und/oder eine Master/VisaCard auf ihr
Handy laden und damit im Geschäft am EC-Cash Terminal bezahlen – bei Beträgen unter 25 Euro ohne PIN, darüber mit PIN, per Face-ID oder Fingerprint.
Aktuell können alle Nutzer des Android Betriebssystems (ca. 80% der Kundschaft) diesen Service nutzen. Die Verhandlungen mit Apple sind jedoch weit vorangeschritten und die Ein-führung für das Frühjahr geplant.
Auch die Funktionen der Homepage werden stetig erweitert. So ist beispielsweise der Kauf der beliebten Gewinnsparlose unkompliziert über das Onlinebanking möglich. Seit neuestem kann mit jedem Gewinnsparlos auch ein Fondssparplan der Union Investment bedient werden, um an den Entwicklungen der Kapitalmärkte zu partizipieren.


Ein Highlight im persönlichen Kontakt mit den Mitgliedern und Kunden wird in 2020 sicherlich die Mitgliederreise sein. Sie führt vom 3. bis 8. Juni nach Island. Noch sind einige Plätze frei. Nähere Infos gibt es in allen Filialen, selbstverständlich auch unter www.vb-waltrop.de oder direkt telefonisch bei Frau Brehm unter 02309/604 171.