Erfahrungsbericht Perspektivwechsel

Eventagentur "On the Rock" - Jacqueline Choyka

von links: Katharina Wottschel (Leiterin der Personalabteilung der Volksbank), Michael Kitzmann (Firmenkundenberater der Volksbank), Jacqueline Choyka (Auszubildende bei der Volksbank), Winni Petersmann (Inhaber von On the Rock)

„Wenn eine Idee absurd klingt, dann gibt es nur noch uns.“ - Das ist das Motto der Eventagentur On the Rock. Seit 1991 führt die Eventagentur von Winni Petersmann mit ihren kreativen Ideen diverse Veranstaltungen durch. Von Teambuilding-Maßnahmen bis hin zu riesigen Messeveranstaltungen, von Wuppertal bis Chicago. Was damals als Einmannbetrieb gegründet worden ist, hat sich zu einem Kreativ-Kraftwerk mit 26 Mitarbeitern entwickelt. Das Unternehmen kann auf beeindruckende Referenzen zurückblicken, wie zum Beispiel die Deutsche Telekom, WDR Media Group, Deutsche Sporthilfe, Courtyard Marriott und Red Bull.

Das Zuhause von On the Rock befindet sich auf dem alten Zechengelände in Waltrop. An meinem ersten Praktikumstag erhielt ich zunächst eine kleine Führung durch die Räumlichkeiten des Unternehmens.
Bei der Eventagentur finden mehrere Arbeitsbereiche ihren Platz unter einem Dach.
Die Veranstaltungsplaner, auch „Project Manager“ genannt, arbeiten in einem hellen und freundlichen Großraumbüro. In einer kreativen Atmosphäre werden hier die bevorstehenden Veranstaltungen der nächsten Monate akquiriert und geplant.
In der großen Lagerhalle nebenan stehen riesige Schwerlastregale mit fast allem, was man für eine Veranstaltung braucht. Neben Materialien für die Licht- und Tontechnik, sowie diversen Elementen für den Bühnenbau, kann man dort auch alte Schätze finden.
Winni Petersmann sammelt nämlich leidenschaftlich alte Flipper.
An ihrem Arbeitsplatz kümmern sich die „Production Manager“ mit viel Geschick um die technische Ausstattung der Veranstaltungen.

Während meines einwöchigen Praktikums durfte ich bei den Vorbereitungen für eine Veranstaltung mitwirken, die an dem folgenden Wochenende stattfinden sollte.
Der Auftraggeber wünschte die Herrichtung einer Villa für eine Kundenveranstaltung, in der die Gäste die Möglichkeit erhalten sollten, an verschiedenen Workshops teilzunehmen. Die Villa sollte zu diesem Anlass in Form eines Familienhauses eingerichtet werden.
Natürlich durfte dort auch Dekoration nicht fehlen. Deshalb erhielt ich für die nächsten Tage die Aufgabe, nach geeigneten Einrichtungsgegenständen zu suchen, die das Haus wohnlicher machen. Damit ich eine genauere Vorstellung von den Räumlichkeiten bekam, erhielt ich Lagepläne und Fotos von den Möbeln, die am nächsten Wochenende in die Villa einziehen sollten.
Das Mobiliar wurde dafür extra bei einem Requisiteur bestellt, der sonst Kulissen für Film und Fernsehen ausstattet. So entstanden nach und nach Lagepläne von einer wohnlichen Küche, einem Wohnzimmer, einem Jugendzimmer und einer Bibliothek.
Neben dieser großen Veranstaltung wurden natürlich auch noch andere Veranstaltungen geplant und so führte ich für die Kunden Hotel- und Restaurantreservierungen durch. Die Kunden erhalten damit ein serviceorientiertes Gesamtpaket.

Am Freitag bin ich mit einer Kollegin losgefahren, um noch die restliche Dekoration für die anstehende Produktion einzukaufen. Anschließend wurde die Dekoration zusammen mit dem restlichen Material für die Produktion auf zwei Trucks verladen und zum Veranstaltungsort transportiert.

Da ich bei dieser Produktion mitgearbeitet habe, bin ich mit dem Team nach Wuppertal gereist und habe dort zwei Tage im Intercity Hotel in Wuppertal übernachten dürfen.
Am Sonntag war der Anreisetag. Mein erster Weg führte mich direkt zur Villa. Der erste Truck wurde schon entladen. Beim Betreten der Location wurde mir zum ersten Mal die Dimension des Gebäudes bewusst. Was auf den Lageplänen und Fotos eher klein gewirkt hatte, erstreckte sich jetzt in einer unfassbaren Größe. Wenn man durch die doppelflügelige Tür die Villa betrat, stand man direkt im größten Raum des Gebäudes. Hier sollte eine gemütliche Wohnküche entstehen mit einem Essbereich und einer großen Sofalandschaft.
Über der Küche befand sich die Regie. Dort arbeiteten die Licht- und Tontechniker. Von dort hatte man einen guten Blick auf die kleine Bühne im Wohnzimmerbereich. Im danebenliegenden Raum entstand ein Jugendzimmer.
Durchquerte man die Wohnküche auf der linken Seite, stand man in der Bibliothek. Neben einer Bar und Bücherregalen fand hier eine Chesterfield-Sofalandschaft ihren Platz. In den oberen Stockwerken befanden sich weitere Räume für die Workshops.
Den gesamten Tag über herrschte eine hohe Betriebsamkeit in der Villa. Alle Möbel mussten an ihren richtigen Platz getragen werden. Ich war die meiste Zeit damit beschäftigt, die vorher eingekauften Deko-Gegenstände in den Regalen und auf den Möbeln zu platzieren, um so eine gemütliche Atmosphäre im Haus zu erzeugen.

Nach einem schönen, aber auch anstrengenden ersten Tag in Wuppertal, checkte ich im Hotel ein. Der nächste Tag begann früh. Bereits um 7:30 Uhr trafen sich wieder alle in der Villa. Die ersten Gäste wurden um 9:00 Uhr erwartet und so wurde noch der Garten für die anstehende Kundenveranstaltung vorbereitet. Es wurden Tische und Stühle aufgestellt und die letzten Lichtinstallationen angebracht, um in den Abendstunden den Brunnen und die Bäume im Garten in ein warmes Licht zu tauchen.
Die Gäste wurden von zwei humanoiden Robotern des Typs Pepper begrüßt, die darauf spezialisiert sind, menschliche Mimik und Gestik zu analysieren und entsprechend darauf zu reagieren.  Während der Kundenveranstaltung war das gesamte Team vor Ort, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Nachdem die Gäste alle Workshops besucht hatten, legte abends noch ein DJ auf und es wurde ausgelassen gefeiert.

Am Dienstag wurde dann wieder alles abgebaut und auf die Trucks geladen.
Die drei Tage in Wuppertal gingen viel zu schnell vorbei.
Vielen Dank liebes On the Rock – Team für diese unvergessliche Woche!