Volksbank mit Geschäftsjahr 2018 insgesamt zufrieden

Bilanzsumme steigt erstmals über 900 Millionen Euro/Zuwächse bei Einlagen- und Kreditgeschäft/Spezialisierung in der Beratung/Vorbereitungen für technische Umstellung

v.li.: Gregor Mersmann (Vorstandsmitglied), Ludger Suttmeyer (Vorstandsmitglied), Harald Lamprecht (Aufsichtsratvorsitzender)

Die Volksbank eG mit Sitz in Waltrop hat im zurückliegenden Jahr erneut ihre Stärke und Stabilität unter Beweis gestellt sowie ihre Marktanteile ausgebaut. Alle banküblichen Kennzahlen haben sich im Vergleich zu 2017 positiv entwickelt. „Das lässt uns zuversichtlich in das Jahr 2019 blicken“, so lautet das positive Fazit der beiden hauptamtlichen Vorstandsmitglieder Ludger Suttmeyer und Gregor Mersmann bei ihrer Berichterstattung über die Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr 2018.

Doch es gab nicht nur eitel Sonnenschein. Insbesondere die wirtschaftliche Großwetterlage – hier zu nennen vor allem die „Nullzinsen“ – und die daraus resultierenden Reaktionen an den Börsenplätzen der Welt haben negativ auf das Betriebsergebnis abgefärbt. Insgesamt sei es der Volksbank jedoch gelungen, noch zufriedenstellende Erträge zu erwirtschaften.

Die Bilanzsumme des Kreditinstituts ist im vergangenen Jahr um 4,7 Prozent auf 911 Millionen Euro gestiegen. „Damit haben wir die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt“, stellte Suttmeyer fest. „Das für uns wichtige Kundengeschäftsvolumen, das neben den bilanzwirksamen Kundengeldern auch das Wertpapier- und Vermittlungsgeschäft beinhaltet, stieg um 3,7 Prozent auf ein Rekordniveau von knapp 1,8 Milliarden Euro“, so Suttmeyer weiter.


Erneut starkes Einlagen- und Kreditgeschäft

Im Einlagensektor lagen die Bestände der Kunden auf Giro-, Festgeld- und Sparkonten mit 691,4 Millionen Euro um 5,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Als Folge des anhaltenden Niedrigzinsniveaus war weiterhin ein deutlicher Trend zu Sichteinlagen zu verzeichnen.

Auch bei der zweiten Säule des Bankgeschäfts ging es aufwärts. Im stark umkämpften
Kreditgeschäft konnte die Volksbank weitere Zuwächse verzeichnen. „Mit 20,6 Millionen
Euro stiegen die in der Bilanz ausgewiesenen Kundenforderungen um 3,7 Prozent auf 608
Millionen Euro.

„Das uns anvertraute Geld investieren wir wieder in die Region, für Unternehmen und
Privatkunden. Nachhaltiger geht es nicht“, verwies Suttmeyer auf die Bedeutung des hinter
dem Erfolg stehenden Geschäftsmodells, dessen Grundlage weiter die persönliche,
ganzheitliche Genossenschaftliche Beratung der über 54.000 Kunden sei. Darüber hinaus
hätten sich im Raiffeisenjahr 2018 über 580 neue Mitglieder bei der Volksbank eingebracht.
„Das zeigt, dass Genossenschaftsbanken gerade in unruhigen Zeiten mehr und mehr an
Attraktivität gewinnen und sowohl Privat- als auch Firmenkunden großes Vertrauen in unsere
Arbeit haben.“


Online-Zufriedenheitsbefragung 2018

„Diese hohe Qualität der genossenschaftlichen Beratung schlägt sich im Ansehen unser
Volksbank bei den Mitgliedern und Kunden nieder“, ist sich Ludger Suttmeyer mit Blick auf
die Online-Zufriedenheitsbefragung 2018 sicher, zu der das Institut alle zwei Jahre aufruft.
„Insgesamt konnten wir unsere Gesamtnote mit 2,1 nochmals deutlich verbessern. Unsere
Kunden bestätigten uns ‚Sehr zufrieden` mit der Zusammenarbeit zu sein. Besonders positiv
wurden dabei die Freundlichkeit und Fachkompetenz der Mitarbeiter hervorgehoben ebenso
wie die Verständlichkeit der Beratung und der individuellen Lösungen.“
Die beiden Bankvorstände heben dabei das hohe Engagement der Belegschaft hervor. Basis
des Erfolges seien natürlich die 173 qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter, darunter 13 Azubis.

 

Spezialisierung in der Kundenberatung

Trotz der guten Ergebnisse stellt die Volksbank permanent ihre Konzepte auf den Prüfstand,
um bei der rasanten Veränderungsgeschwindigkeit im Bankgeschäft dauerhaft erfolgreich zu
sein.
So stellt man sich im laufenden Jahr in der Baufinanzierung neu auf. Kurzfristig werden fünf
Baufinanzierungsspezialisten ihre Arbeit aufnehmen, die ausgewiesene Experten auf diesem
Gebiet sind und sich ausschließlich diesem Thema widmen werden. Auch in die technischen
Arbeitsmittel wurde in diesem Zuge investiert. Durch den Einsatz einer

Immobilienfinanzierungsplattform werden zukünftig im Beratungsgespräch beispielsweise
Angebote von Verbundpartnern oder Programme der KfW automatisch angezeigt. Dadurch
ist sichergestellt, dass der Kunde immer das für ihn optimale und passende Angebot erhält
und die Transparenz deutlich erhöht wird.

Auch im Bereich der Firmenkundenberatung wird man durch eine Umstrukturierung die
Kräfte weiter bündeln. Spezialthemen wie beispielsweise Kommunalkredite oder
Photovoltaikanlagen werden zukünftig zentral über zwei Experten abgewickelt. Eine
zusätzlich geschaffene Assistenzstelle wird den Spezialisten den Rücken freihalten. Auch
das Team der Geschäftskundenberater wird um zwei neue Mitarbeiter ergänzt.

 

Investitionen in das Filialnetz

In ihre Filialen hat und wird die Volksbank weiter investieren. „Auch wenn immer mehr
Geschäfte online abgewickelt werden: Wir haben keine Filialen geschlossen, sondern wir
investieren in Filialen“, so Mersmann. „Persönlich und digital – das ist unsere Ausrichtung für
die Zukunft“.

Zuletzt stand die Volksbank-Niederlassung Brambauer ganz im Zeichen der Erneuerung.
Rund drei Monate arbeiteten die Handwerker an der Umgestaltung der Geschäftsräume.
Eine organisatorische Herausforderung für alle Beteiligten angesichts der Tatsache, dass der
Umbau bei laufendem Kundenverkehr stattfand. Auf 290 Quadratmeter sind nun helle,
kundenfreundliche Räume entstanden, die mit modernster Technik ausgestattet sind und
zudem ein Höchstmaß an Sicherheit bieten.

Ende des Jahres hat die Volksbank zusammen mit der Sparkasse Vest das erste
gemeinsame Selbstbedienungscenter in Horneburg eröffnet. Dieses befindet sich in der
ehemaligen Volksbank-Filiale an der Horneburger Straße 33. Dort steht den Kunden beider
Banken ein Geldautomat für kostenlose Bargeldabhebungen zur Verfügung, ebenso wie SBTerminals inklusive Kontoauszugsdrucker. Dadurch wird die Bargeldversorgung auch in
kleineren Ortsteilen sichergestellt.

 

Spenden und Sponsoring

Das gesellschaftliche Engagement wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht nur durch
Investitionen und Steuerzahlungen, sondern auch durch namhafte Spenden und Sponsoring
auf vielfältige Art und Weise umgesetzt.
Insgesamt über 220.000 Euro wurden in 2018 als Spenden und Sponsoring in 199
gemeinnützige Projekte investiert. Insbesondere Kindern und Jugendlichen kommt das
Engagement der Volksbank eG zugute. Auch die Unterstützung örtlicher Vereine und
Initiativen bildet einen beachtlichen Schwerpunkt.

Weiter auf Erfolgskurs ist ebenfalls die Crowdfunding-Plattform „Viele schaffen mehr“. Seit
dem Start im Februar 2016 haben die Unterstützer insgesamt 90.700 Euro für 34 Projekte
gesammelt. In 2018 beliefen sich die Spenden auf 26.295 Euro.
Zusätzlich setzt die heimische Volksbank auf die im Jahr 2005 selbst initiierte „Bürgerstiftung
EmscherLippeLand“ als eine besonders nachhaltige strukturbildende Form der
Unterstützung. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 50 Einrichtungen und Vereine mit
einer Gesamtsumme von 48.000 Euro durch die Bürgerstiftung gefördert.
Hauptmotiv für das gesellschaftliche Engagement der Volksbank ist Regionalität. Ganz nach
dem Motto: Da sein, nah sein, aktiv sein.


Regelungen zur Entgelttransparenz umgesetzt

Am 31. Oktober 2018 traten die gesetzlichen Regelungen zur Entgelttransparenz in Kraft, die
die Voraussetzungen dafür verbessern, dass Verbraucher anfallende Kosten bei
Kontodienstleistungen mit vertretbarem Aufwand miteinander vergleichen können. Die
Volksbank kommt dieser Verantwortung vollständig nach und informiert ihre Kunden
einheitlich und persönlich. Insbesondere durch die vor über einem Jahr eingeführten
Kontomodelle sieht sich die Volksbank hier überaus gut positioniert. Die Modelle überzeugen
durch völlige Transparenz und Fairness, da sie auf das jeweilige Nutzungsverhalten des
Kunden abgestimmt sind. Bei hoher Nutzungsintensität von Konto und Karte ist es durch
eine Rückvergütung nicht nur möglich, sein Konto kostenlos zu führen, sondern sogar eine
Prämie zu erwirtschaften.

 

Umstellung auf ein neues Bankverfahren

Die Vorbereitungen für die Einführung eines gemeinsamen, bundesweiten Bankverfahrens aller Volksbanken laufen auf Hochtouren. Am Wochenende vom 21. Juni bis 23. Juni erfolgt die technische Umstellung, bei der es zu einigen Einschränkungen zum Beispiel beim Onlinebanking oder bei den SB-Geräten kommen wird. „Dafür bitten wir schon jetzt um Verständnis“, so Mersmann.

Der Vorlauf dieser Migration der Rechenzentren ist lang. Bereits im April 2016 nahm eine Projektgruppe ihre Arbeit auf, um mehr als 1.000 Umstellungsaufgaben zu bewältigen. Mersmann: „Aktuell sind wir gut im Zeitplan. Ab Ende April geht es in die heiße Phase, denn dann starten die umfangreichen Schulungen für alle Mitarbeiter, um sich mit den Veränderungen und Neuerungen vertraut zu machen. Mit dem neuen Bankverfahren werden wir den Herausforderungen der digitalen Entwicklung in der Kreditwirtschaft und den Wünschen unserer Kunden gerecht. Ziel ist es, die Kundenwünschen noch effizienter und schneller durch innovative Prozesse zu erfüllen.“