Unter Fesseln von Niedrigzinspolitik und Regulatorik Volksbank dennoch zufrieden

Pressemitteilung vom 14.06.2017

im Bild von links nach rechts: Reiner Horstmann, Bernd Tewes, Birgit Lueg, Harald Lamprecht, Klaus Eickenscheidt, Gregor Mersmann, Ludger Suttmeyer, Siegfried Mehring

„Genossenschaften zeigen, dass ökonomische Zielsetzungen und soziale Verantwortung gleichsam erreicht werden können!“, mit diesen Worten des ehemaligen UN-Generalsekretärs Ban Kimoon eröffnete Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer die diesjährige Vertreterversammlung der Volksbank eG, Waltrop. Erstmalig nach den Wahlen im Frühjahr tagte das Bankparlament in neuer Zusammensetzung. „Als Mitgliedervertreter übernehmen Sie ein wichtiges Amt, denn Sie können die Geschäftspolitik unserer Genossenschaftsbank im Namen aller Mitglieder aktiv mitgestalten“, ermunterte Suttmeyer  insbesondere die 96 neu gewählten Vertreter sich einzubringen.

Der Bankchef berichtete, dass die Genossenschaftsidee am 30.11.2016 von der UNESCO in die internationale Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde und gratulierte allen, die sich für die Genossenschaftsbank engagieren, zu dieser Auszeichnung.  
Insgesamt 368 Männer und Frauen aus den fünf Kommunen Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel und Lünen bilden die neue Vertreterversammlung. Als Organ der genossenschaftlichen Mitverwaltung vertreten sie die Interessen der 35.116 Mitglieder gegenüber der Bank und ihrem Vorstand.


Unter der Versammlungsleitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Lamprecht kam die Vertreterversammlung in der Stadthalle von Oer-Erkenschwick zusammen, um sich von Vorstand und Aufsichtsrat über den Verlauf und das Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahres unterrichten zu lassen. Nach den Worten von Ludger Suttmeyer hat sich die Volksbank in einem schwierigen Marktumfeld als verlässlicher Partner präsentiert und ihre Marktanteile weiter ausgebaut.

So steigerte die Bank ihre Bilanzsumme um 2,4 Prozent auf 832 Millionen Euro. Wachstumsmotor war das Geschäft mit den Einlagen der Kunden. Trotz Niedrigzinsniveau stiegen die Guthaben auf Spar-, Festgeld- und Girokonten um 3,2 Prozent auf einen neuen Höchststand von 629,7 Millionen Euro. Mit weiteren 170,5 Millionen Euro (+ 9,2 Prozent) sind die Mitglieder und Kunden der Volksbank Waltrop auf den Wertpapiermärkten engagiert. Aufwärts ging es im Jahr 2016 auch mit den Krediten. Die Ausleihungen an Kunden erhöhten sich um 2,6 Prozent auf 561,6 Millionen Euro.

Als Ergebnis weist die Volksbank Waltrop für 2016 einen Jahre-süberschuss von 1,577 Millionen Euro aus. „Das ist unter den Fesseln der Niedrigzinspolitik und der zunehmenden Regulatorik ein zufrieden stellendes Ergebnis“, meinte dazu Ludger Sutt-meyer. Nach einer Vorwegzuweisung von 700.000 Euro in die Rücklagen verbleibt ein Bilanzgewinn von 877.000 Euro. Durch Beschluss der Vertreterversammlung erhalten die Mitglieder der Bank daraus eine Dividende von vier Prozent auf ihre gezeich-neten Geschäftsguthaben. Der Rest des Gewinns fließt in die Rücklagen und trägt damit zu einer weiteren Stärkung des Ei-genkapitals bei.

Der von Suttmeyer beschriebene Megatrend „Digitalisierung“ hat in das Banking der Volksbank deutlich Einzug gehalten. Die Bank werde hier zukünftig noch stärker investieren.
Mit besonderem Stolz berichtete er von der Weiterentwicklung der digitalen BankingApp, dank derer man die wichtigsten Basis-Bankgeschäfte mit dem Smartphone zu jeder Zeit und an jedem Ort erledigen kann. „Neue und innovative Bausteine der App wie beispielsweise die Durchführung von Überweisungen über das Abfotografieren von Rechnungen oder über das Abscannen eines QR-Codes sowie durch einfaches versenden bis zu 30 Euro TAN-los ähnlich einer SMS, machen unsere VR-BankingApp zu einem Alleskönner“, so Suttmeyer.

Im Anschluss an den Bericht zur Geschäftsentwicklung sprach der Vorstand der Genossenschaftsbank den Vertretern und Mitgliedern seinen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen aus. Ebenso dankte er den Mitgliedern des Aufsichtsrates für das konstruktive und gedeihliche Miteinander.  
Das turnusmäßig aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedene Mitglied Birgit Lueg verzichtete auf eine erneute Kandidatur. Im Interesse einer Verschlankung des Gremiums wurde das Mandat nicht wieder neu vergeben. Reiner Horstmann und Bernd Tewes wurden für weitere drei Jahre in ihrem Amt bestätigt.
Abschied nehmen aus dem Vorstandsgremium der Volksbank hieß es mit Ablauf der Vertreterversammlung für den ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Klaus Eickenscheidt. Insgesamt 25 Jahre hatte er dem Führungsgremium der Bank vorgestanden. Für dieses langjährige ehrenamtliche Engagement zeichnete ihn Siegfried Mehring, Vorstand des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbands, mit der Silbernen Raiffeisennadel aus.


Auch Ludger Suttmeyer und seinem Vorstandskollegen Gregor Mersmann war es ein großes Bedürfnis,  Klaus Eickenscheidt Ihren Dank auszudrücken. „Du warst ein großer Gewinn
für unsere Volksbank und wir werden dich als wichtigen Gesprächspartner und Ratgeber vermissen“, so Ludger Suttmeyer