Volksbank rüstet sich für die Zukunft

Vorstand blickt auf ein Geschäftsjahr 2017 zurück, in dem viele Herausforderungen gemeistert wurden: Weiter auf Wachstumskurs / Zuwächse bei Bilanzsumme, Einlagen und Krediten / Mitglieder und Kunden profitieren von umfangreichen Angeboten

Auf dem Foto von links nach rechts: Gregor Mersmann (Vorstand der Volksbank) Alfred Anders (Vorsorgespezialist der Volksbank) Ludger Suttmeyer (Vorstand der Volksbank) Harald Lamprecht (Vorsitzender des Aufsichtsrates)

Ostvest/Henrichenburg/Habinghorst/Ickern/Lünen/Brambauer. Die Volksbank eG mit Sitz in Waltrop ist mehr als eine Bank. Das heimische Geldinstitut positioniert sich mit seinem genossenschaftlichen Geschäftsmodell von jeher als Wirtschaftsmotor und Impulsgeber für eine solidarische Entwicklung der Region. Das wird auch beim Blick auf die Bilanzzahlen für das Geschäftsjahr 2017 deutlich, die die beiden Vorstandsmitglieder Ludger Suttmeyer und Gregor Mersmann, gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Harald Lamprecht, jetzt auf der Jahrespressekonferenz präsentierten.

„Wir haben in die Zukunft der Standorte investiert und mit unseren qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das sich verändernde Kundenverhalten und das Marktumfeld reagiert. Zudem haben wir uns in vielfältiger Art und Weise für die Menschen und die Wirtschaft in unserer Region engagiert“, fasste Ludger Suttmeyer auch im Namen seines Vorstandskollegen das Wirtschaftsjahr 2017 zusammen. Zwar werde das Geschäft durch die überbordende Regulatorik und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank nicht einfacher: Dies betreffe jedoch Banken jedweder Größenordnung.

Besonders erfreut zeigten sich die beiden Vorstandsmitglieder über den Zuwachs des gesamten betreuten Kundenvolumens. Hier verzeichnete die Bank einen Anstieg um 6,0 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Dieser Wert beinhaltet neben den in der Bilanz festgeschriebenen Geschäften auch alle Vermittlungsgeschäfte mit den Partnerunternehmen aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Auch die Bilanzsumme konnte um 4,5 Prozent auf 870,0  Millionen Euro gesteigert werden.

Die in der Bilanz erfassten Kundenforderungen erhöhten sich um 4,4 Prozent auf 586,3 Millionen Euro. „Die Kreditzinsen sind weiterhin niedrig“, fasste Suttmeyer zusammen, „gemeinsam mit der guten Konjunktur sorgt dies für den hohen Konsum- und Investitionsbedarf. Unseren Auftrag, die heimische Wirtschaft mit Kreditmitteln zu fördern, haben wir auch in 2017 vorbildlich erfüllt.“  Die Kreditzusagen an gewerbliche Unternehmen und Häuslebauer konnte die Bank um nahezu 20 Prozent steigern. Auch bei den Fördermittelzusagen ging es steil bergauf. Hier konnte die Volksbank das Volumen um beachtliche 72,6 Prozent auf 19,2 Millionen Euro erhöhen.

 

Einlagenzuwachs um 4,4 Prozent
Auch die Einlagen der Kunden stiegen weiter an. Hier verzeichnete die Bank einen Zuwachs von 4,4 Prozent auf 657,4 Millionen Euro. Viele Kunden hätten dabei ihre Ersparnisse kurzfristig angelegt, um flexibel auf wieder steigende Zinsen reagieren zu können. Diese sind nach Meinung der Bankvorstände unverändert nicht in Sicht. Um auch in Niedrigzinsphasen eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften erfordert es etwas Anlagegeschick, denn die Zeiten als sich das Geld auf der hohen Kante von selbst vermehrte sind längst vorbei. Im Rahmen der aktuellen Informationsoffensive `Jetzt breit aufstellen` zeigen die Experten der Volksbank ihren Mitgliedern und Kunden Möglichkeiten auf, um mit Fonds, Aktien und anderen Wertpapieren an der ausgezeichneten Entwicklung der Börsen teilzuhaben. Immerhin nahm der Dax in 2017 um fast 13 Prozent zu.

„Insgesamt sind wir mit diesem Ergebnis zufrieden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der intensiven Beziehungen mit unseren Mitgliedern und Kunden, denen wir auf verschiedensten Ebenen Mehrwerte bieten. Mit unserer `Genossenschaftlichen Beratung‘ haben wir sie passgenau in vielen Gesprächen begleitet und dafür sehr positive Rückmeldungen erhalten“,  betonte Ludger Suttmeyer/Gregor Mersmann. Daher gelte ihr ausdrücklicher Dank den 177 hoch engagierten Beschäftigten der Bank, darunter 14 Auszubildende. Zur weiteren Förderung der umfassenden und individuellen Beratung investierte die Bank nahezu 600 Seminartage.

 

„Setzen auf die persönliche Beratung und Erreichbarkeit“
„Die Zeiten ändern sich“, betonte auch Harald Lamprecht, der Vorsitzende des Aufsichtsrates, „aber Filialschließungen sind für uns die letzte aller möglichen Alternativen, denn die Nähe zu unseren Kunden ist und bleibt ein wesentliches Merkmal unserer Volksbank. Dabei setzen wir neben zielgruppengerechten neuen Girokontenangeboten sehr stark - und zukünftig noch mehr - auf die persönliche Beratung und die Erreichbarkeit vor Ort. So haben sich, nach den positiven Erfahrungen des Beratungszentrums in Lünen-Horstmar, im vergangenen Jahr auch die Filialen in Habinghorst, Ickern und Klein-Erkenschwick mit einem neuen Beratungszeitenkonzept für die Zukunft gerüstet. An zwölf Stunden pro Tag, jeweils montags bis freitags zwischen 8:00 und 20:00 Uhr, können Kunden die Möglichkeit zu einem Beratungsgespräch nutzen. Vorab ist nur eine Terminvereinbarung nötig, die persönlich, per Telefon oder Internet getroffen werden kann.
Zusätzlich lädt die Volksbank regelmäßig zu Informationsveranstaltungen ein. So wurde unter dem Motto `Comedy meets Money` in den außergewöhnlichen Räumlichkeiten der Waltroper Werkstatt Stromberg das Thema Geldanlage fachlich höchst informativ und mit viel Humor betrachtet. Im Wechsel begeisterten der Analyst der Union Investment Jens Schattner und der Comedian Bernd Waldeck die knapp 160 Gäste der Volksbank. Ein weiteres Beispiel für Kundennähe: die beliebte MitgliederPLUS Party ‘VOLKSBANK ROCKT‘ in der Stadthalle Oer-Erkenschwick mit über 650 Gästen. Auch für die jungen Kunden gab es eine besondere Attraktion. Über 90 Kinder und Jugendliche der Volksbank eG, Waltrop, – alle `MEINE-BANK Kunden` zwischen 10 und 17 Jahren – wurden nach den Sommerferien von der Genossenschaftsbank zu einem unvergesslichen Tag in das Phantasialand eingeladen. Fortsetzung folgt.

 

Altersvorsorge als Beratungsschwerpunkt für 2018
Aus den Gesprächen mit ihren Mitgliedern und Kunden haben die Volksbanker festgestellt, dass sich die Mehrheit bei der Vorsorge fürs Alter auf den Staat und den Arbeitgeber verlässt. Die wichtige Säule der privaten Vorsorge wird dabei vollkommen außer Acht gelassen. „Um die drohende Altersarmut gerade für unsere Mitglieder und Kunden zu verhindern, haben wir uns dazu entschlossen, die `Genossenschaftliche Beratung` um den Beratungsschwerpunkt Altersvorsorge zu ergänzen. Wir haben nicht nur unsere Mitarbeiter in diesem komplexen Thema aufqualifiziert, sondern zusätzlich mit Herrn Alfred Anders einen ausgewiesenen Vorsorgespezialisten als neuen Mitarbeiter gewinnen können.“, berichtet Gregor Mersmann. Die Volksbank kommt damit neben der Förderung ihrer Mitglieder auch ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung nach.

 

Neue Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen
Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Entwicklungen weiter vorangetrieben. Für ihre knapp 55.000 Kunden, davon fast 35.000 Mitglieder, will die Volksbank jederzeit schnell erreichbar sein. Über die Form der Kontaktaufnahme – sei es persönlich, per Telefon, per App oder via Internet – entscheidet dabei stets der Kunde selbst. Insbesondere die Ausgestaltung der App wurde im vergangenen Jahr um weitere Möglichkeiten ergänzt: Seit April 2017 gibt es die Funktion `Geld senden & anfordern` innerhalb der VR-BankingApp, die Geld austauschen so einfach macht, wie eine Nachricht verschicken. Ebenfalls seit April 2017 bietet die Volksbank den Finanzmanager an. Dabei handelt es sich um ein digitales Haushaltsbuch bei dem alle Geldeingänge und Buchungen kategorisiert werden. Dies gilt auch für Konten bei anderen Banken. Der Kunde erhält so einen Überblick über seine gesamten Finanzdaten innerhalb einer Anwendung. Seit Ende letzten Jahres können Kunden auch die VR-Altersvorsorge Cockpit App nutzen. Hier werden aktuelle Vorsorgeverträge erfasst und Rentenhöhe sowie die individuelle Versor-gungslücke berechnet. Weitere Neuerungen in der Volksbank-Onlinewelt, wie Co-Browsing, Videoberatung und Chatfunktion sind in Planung.
Passend zu ihrer Unternehmensphilosophie agiert die Kreditgenossenschaft auch bei ihrem gesellschaftlichen und sozialen Engagement nicht nur über die traditionellen Wege. Zusätzlich werden mit der Crowdfunding-Plattform `Viele schaffen mehr` auch hier die digitalen Möglichkeiten genutzt -  und dies mit großem Erfolg. Seit dem Start im Februar 2016 haben über 1779 Unterstützer insgesamt mehr als 52.500 Euro für 22 erfolgreiche Projekte gesammelt. Seit dem letzten Jahr kann übrigens auch auf der Crowdfunding-Plattform mit dem sicheren Online-Bezahlverfahren paydirekt gespendet werden. Von dem Erfolg des Crowdfunding Projektes sind die Banker so erfreut, dass sie den bankeigenen Spendentopf für das Co-Funding um weitere 10.000 Euro aufstocken.
Das `klassische` Engagement der Bank vor Ort und in der Region blieb dabei unverändert hoch: Nahezu  230.000 Euro wurden per 31.12.2017 als Spenden in gemeinnützige Projekte investiert.


Raiffeisen-Jahr 2018
„Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“ Unter diesem Motto wollen die Genossenschaften in Deutschland in diesem Jahr für die Genossenschaftsidee begeistern und an den Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818 – 1888) erinnern, der sich am 30. März 2018 zum 200. Mal jährt.
Auch die Volksbank eG stimmt in die Schar der Gratulanten ein: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam: Wir sind stolz darauf, in diesem Sinne Friedrich Wilhelm Raiffeisens Werte Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung in unserer Region weit-ertragen zu dürfen“, würdigen die beiden Vorstandsmitglieder die bleibenden Verdienste des großen deutschen Wirtschafts- und Sozialreformers des 19. Jahrhunderts und Gründervater des deutschen Genossenschaftswesens.
„Mehr als 22 Millionen Menschen in Deutschland und weltweit sogar über 800 Millionen Menschen sind heute Mitglied einer Genossenschaft. Ziel des Raiffeisen-Jahres 2018 ist es auch, diese Menschen unter einem Dach zu vereinen, ihre Kraft zu bündeln und die Genossenschaft als Modell der Zukunft zu zeigen“, so Mersmann abschließend.