Marktanteile weiter ausgebaut

Mitglieder vertrauen ihrer Volksbank

Die Volksbank eG, Waltrop, hat mit Ablauf der Vertreterversammlung am Dienstagabend in Castrop-Rauxel bilanztechnisch einen Schlussstrich unter das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2015 gezogen. Trotz des unverändert schwierigen Umfeldes konnte die Genossenschaftsbank eine Vielzahl der Vorjahreswerte übertreffen.

 „Unsere Volksbank eG, Waltrop, hat sich erneut als verlässlicher Partner vor Ort präsentiert. Sowohl im Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft haben wir unsere Marktanteile weiter ausgebaut. Darauf sind wir stolz!“ Mit diesen Worten leitete Ludger Suttmeyer seinen Vorstandsbericht ein, in dem er die wesentlichen Bilanzzahlen aus 2015 vorstellte.

Im Einzelnen: Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,5 Prozent auf 812,9 Millionen Euro und „knackte“ damit erstmals die 800 Millionen Euro Marke. „Entsprechend unserer vorsichtigen und risikoorientierten Geschäftspolitik setzen wir damit den kontinuierlichen Wachstumsprozess fort“, so Suttmeyer. „Grundlage für das Bilanzsummenwachstum war ein deutlicher Zuwachs der Einlagen, wie Sicht-, Termin- und Spareinlagen, auf 610,2 Millionen, den wir so nicht erwartet hatten. Trotz Niedrigzinsphase und Lockangeboten von Mitwettbewerbern haben unsere Mitglieder und Kunden ein deutliches Zeichen gesetzt, indem sie sich für die genossenschaftlichen Grundwerte Seriösität, Verlässlichkeit und Sicherheit entschieden haben.“

Auch im Kreditgeschäft konnte die Volksbank ihren positiven Entwicklungstrend mit einem Wachstum von 8,6 Prozent auf 547,4 Millionen Euro fortsetzen. „Der Anstieg kam in 2015 eher aus dem gewerblichen Bereich als aus den privaten Baufinanzierungen“, erläuterte Suttmeyer.


Anhand der Gegenüberstellung des bilanziellen Kundengeschäftes, also der Kundenkredite und der Kundeneinlagen, machte Suttmeyer deutlich, dass das genossenschaftliche Geschäftsmodell funktioniert:  Die über die bedarfsgerechte Vermögensberatung anvertrauten Einlagen werden verantwortungsvoll in Kredite für den heimischen Wohnungsbau oder die heimische Wirtschaft vermittelt - ein nahezu geschlossener Geldkreislauf, kein Investmentbanking und keine riskanten Spekulationen.

„Wenn wir einem Gedanken des österreichischen Schriftstellers Ernst Ferstl folgen ‘Vertrauen ist die Basis für ein fruchtbringendes Miteinander‘, dann stehen wir in Ihrer Vertrauensskala ganz weit oben“, bedankte sich Suttmeyer bei den Mitgliedervertretern für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Mitglieder und Kunden bei der Erreichung ihrer Ziele zu fördern ist seit jeher der Antrieb der Genossenschaftsbank. „Kern der Mitglieder- und Kundenzufriedenheit und damit Kern des Vertrauens, ist die Qualität unserer Kundenberatung“, erklärte Suttmeyer. „Seit Jahren beraten wir unsere Kunden bedarfsgerecht und nach einem ganzheitlichen Konzept.“ Mit einem Gesamtvolumen von etwa 200.000 Euro hat die Volksbank jetzt in die neue Genossenschaftliche Beratung investiert: modernste Technik und noch mehr Beratungskompetenz durch die stetige Qualifizierung der Mitarbeiter. Auf der Grundlage der Kundenwünsche und Kundenziele werden sich Informationen und Datenqualität rund um die Kunden weiter verbessern. Dadurch wird die     genossenschaftliche Beratung noch systematischer und kundenorientierter.

Auch die Region profitiert: 210.000 Euro hat das Kreditinstitut im vergangenen Jahr in Form von Spenden und Sponsoringmaßnahmen für 236 Vereine und Institutionen bereitgestellt. Im Rahmen von Geschäftsstellensanierung und -erhaltung wurden Aufträge in Höhe von 542.000 Euro vergeben, fast ausnahmslos an Betriebe des örtlichen Mittelstandes. An die 5 Kommunen des Geschäftsbereiches sind 806.000 Euro Gewerbesteuerzahlungen geflossen.  

In der Summe 160 Voll- und Teilzeitarbeitskräfte finden heute in der Volksbank einen Arbeitsplatz, 21 Auszubildende bereiten sich auf ihr zukünftiges Berufsleben im Bankensektor vor.

Letztmalig stand die Vertreterversammlung unter der Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Heinrich Lübke. Aufgrund des Erreichens der in der Satzung festgelegten Altersgrenze schied Heinrich Lübke mit Ablauf der Versammlung nach 31-jähriger Arbeit im Aufsichtsrat, davon 22 Jahre als dessen Vorsitzender, aus dem Ehrenamt aus. Gleiches galt für Aufsichtsrat Heinz-Peter Limberg, der 28 Jahre dem Aufsichtsrat angehörte. Beide wurden feierlich verabschiedet und vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV) geehrt. RWGV-Vorstandsmitglied Siegfried Mehring zeichnete Heinrich Lübke mit der RWGV-Ehrennadel in Gold und Heinz-Peter Limberg mit der RWGV-Ehrennadel in Silber aus. Ludger Suttmeyer dankte auch im Namen seines hauptamtlichen Vorstandskollegen Gregor Mersmann und des ehrenamtlichen Vorstandsvorsitzenden Klaus Eickenscheidt für das fruchtbringende Miteinander.

Neu in den Aufsichtsrat wählte die Vertreterversammlung Dr. Thomas Hölscher, Rechtsanwalt und Notar in Datteln und Oer-Erkenschwick. Nachdem bereits im vergangenen Jahr Helga Gödeke aus Waltrop neu in das Gremium berufen wurde, erreicht der Aufsichtsrat mit der Neuwahl von Dr. Hölscher wieder seine Ursprungsgröße von 9 Mitgliedern.