Gelebte Mitgliedschaft in der Volksbank

Pressemitteilung vom 20.02.2017

„Bank-Parlament“ wird demokratisch gewählt und das Ergebnis dank digitaler Wahltechnik noch vor Ort präsentiert

von links nach rechts: Gregor Mersmann (Vorstandsmitglied), Klaus Schild, Gabriele Gonstalla (beide Wahlausschuss), Barbara Bohner (Regionaldirektorin), Mechthild Nuhnen (stellvertretende Vorsitzende Wahlausschuss), Klaus Eickenscheidt (Vorsitzender Wahlausschuss und ehrenamtl. Vorstandsmitglied), Ludger Suttmeyer (Vorstandsmitglied)

Oer-Erkenschwick

Alle vier Jahre wird ein wichtiges Gremium der Volksbank neu zusammengesetzt. Die über 35.000 Mitglieder haben dann Gelegenheit, in demokratischen Wahlen ihre Mitgliedervertreter neu zu bestimmen. Gestern lud die Genossenschaftsbank ihre Mitglieder aus dem Wahlbezirk Oer-Erkenschwick in die Stadthalle ein, um ihr Stimmrecht zu nutzen und persönlich über die Mitgliedervertreter zu entscheiden. Die gewählten Vertreter übernehmen damit eine besondere Verantwortung für die Rechte aller Mitglieder.   
In ihrer Funktion werden sie in die grundsätzlichen Entscheidungen der Bank eingebunden, stimmen über die Gewinnverwendung ab, entlasten den Vorstand und wählen den Aufsichtsrat der Bank.

Um die ordnungsgemäße Durchführung der anstehenden Wahlen vorzubereiten, hatte der hierfür verantwortliche Wahlausschuss, der in der letzten Volksbank-Vertreterversammlung gewählt wurde, im Vorfeld bereits mehrfach getagt. Hierbei wurde unter anderem festgelegt, dass fünf Bezirkswahlversammlungen in den Geschäftsbereichen der Volksbank in Waltrop, Oer-Erkenschwick, Datteln, Lünen/Brambauer und Henrichenburg/Habinghorst/ Ickern stattfinden, in denen die Wahl der insgesamt 351 Vertreter und 18 Ersatzvertreter erfolgt. Davon entfallen 75 Vertreter und 4 Ersatzvertreter auf den Geschäftsbereich Oer-Erkenschwick. Im Wahlausschuss waren hier vertreten: die Oer-Erkenschwicker Gabriele Gonstalla und Klaus Schild.

Nach der Begrüßung übernahm der Wahlausschussvorsitzende Klaus Eickenscheidt die Bekanntgabe einiger Regularien und gab einen kurzen Überblick über die vorangegangenen Tätigkeiten des Wahlausschusses, der im Vorfeld bereits Wahlvorschläge erarbeitet hatte.

Mit besonderer Spannung wurde in diesem Jahr die Premiere des neuen digitalen Wahlverfahrens erwartet. Statt in papierhaften Listen, wurden die Stimmen erstmalig über Wahlcomputer erfasst. Dadurch entfiel die zeitaufwendige manuelle Auszählung am Folgetag und die gewählten Vertreter konnten noch am gleichen Abend präsentiert werden.
„Wir freuen uns, dass wir nun eine schnelle und sichere Möglichkeit gefunden haben, unsere Wahlen ins digitale Zeitalter zu führen“ so Vorstandssprecher Ludger Suttmeyer.  

Sein Vorstandskollege Gregor Mersmann nutzte den Abend, um die anwesenden Mitglieder über die geschäftliche Entwicklung des vergangenen Jahres zu informieren. Dabei setzte er sich kritisch mit den steigenden gesetzlichen Vorgaben auseinander und nannte beispielhaft die neue Wohnimmobilienkreditrichtlinie. „Im Ergebnis ist der administrative Aufwand für uns als  Bank, aber auch für Sie als Kunden, deutlich gestiegen. Der Mehrwert ist aus unserer Sicht äußerst fraglich. Erste Studien zeigen, dass einige Kundengruppen durch die neue Rechtslage systematisch benachteiligt werden, was natürlich nicht in unserem Interesse ist“, so Mersmann.

Auch auf das anhaltende Niedrigzinsniveau ging der Bankvorstand ein. Sein Fazit: „Die Zinsen werden bis weit in das Jahr 2018 herein niedrig bleiben. Wichtig ist, dies nicht tatenlos zu akzeptieren“. Gregor Mersmann verwies an dieser Stelle bereits
auf den Anlageexperten Volkmar Schmidt von der Fondsgesellschaft Union Investment, der an diesem Abend zum Thema „Lohnen sich Geldanlagen überhaupt noch?“ referierte.
Als weiteren Megatrend, der das Bankgeschäft verändere, bezeichnete Gregor Mersmann das Thema Digitalisierung. „Wir haben größtmögliche Anstrengungen unternommen, um mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten und die personellen Ressourcen weiter aufgestockt“, betonte er. Einen besonderen Schwerpunkt legt das Kreditinstitut dabei auf ihr Online-Banking und vor allem dessen Sicherheit.

Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen, konnte Mersmann den Mitgliedern von einem erfolgreichen  Geschäftsjahr 2016 berichten, in dem die Volksbank weiter auf Wachstumskurs war. Die Bilanzsumme der Bank stieg im letzten Jahr auf 834 Mio. Euro an – ein Wachstum von 2,6%. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 3,1% und stiegen damit auf den neuen Rekordwert von 629 Mio. Euro. Für den Vorstand ein Zeichen des weiterhin großen Vertrauens, das Mitglieder und Kunden in die Geschäftspolitik und das unverändert stabile Geschäftsmodell haben, denn: „Einlagen aus der Region fließen in die Kredite für die Region“, so Mersmann. So konnte die Bank auch bei den Kreditausleihungen ein Wachstum von 2,5% auf 561 Mio. Euro verzeichnen.

Besonders erfreut zeigte sich Gregor Mersmann auch über den weiteren Anstieg der Mitgliederzahl, denn Mitglieder sind das Fundament einer jeden Genossenschaft. Durch 1.167 Neumitglieder stieg die Gesamtzahl auf 35.116 Mitglieder an. Der Vorstand bedankte sich, dass an diesem Abend so viele von ihnen ihr aktives Stimmrecht nutzten und so ihr Interesse an der Volksbank bekundeten.

Die erste Versammlung des neu gebildeten „Bankparlaments“ findet  am 13. Juni 2017 in der Stadthalle von Oer-Erkenschwick statt.