Volksbank warnt vor zusätzlichen Kosten

Pressemitteilung vom 26.06.2014

Vorstand Mersmann: Die europäische Bankenunion könnte ein Handel zu Lasten regionaler Institute und ihrer Kunden werden Genossenschaft ist stolz auf neue Marktanteile


Die Volksbank eG mit Sitz in Waltrop sieht sich zu Unrecht mit einer Vielzahl neuer Vorschriften konfrontiert. „Das regional begrenzte Geschäftsmodell der Volksbank ist zu keiner Zeit Auslöser von Krisen gewesen“, betonte Vorstandsmitglied Gregor Mersmann bei der Vertreterversammlung in Oer-Erkenschwick. „Dennoch sehen sich alle Regionalbanken derzeit einer Flut an neuen Regeln ausgesetzt. Da wir weniger Personal beschäftigen als die Großbanken, trifft uns die zusätzliche Bürokratie viel stärker.“ Die europäischen Beschlüsse zur Bankenunion lassen aus Sicht der Volksbank noch viele Fragen offen.  Dies gelte besonders für das Regelwerk für die Einlagensicherung mit dem Ziel, die Bankguthaben von Kunden grenzüberschreitend zu schützen. „Insbesondere die deutschen Volksbanken und Sparkassen befürchten, dass ihre bewährten und gut befüllten Sicherungssysteme durch Schieflagen anderer Institute – deutsche wie europäische – belastet werden“, fasste Mersmann zusammen. Wachsamkeit sei auch angesichts der Bestrebungen geboten, die Regionalbanken an den Kosten der zentralen Aufsicht durch die Europäische Zentralbank (EZB) und den Ausgaben des zentralen Abwicklungsfonds zu beteiligen. Mersmann warb dafür, die Bankenunion nicht pauschal abzulehnen. Bei aller Kritik an wichtigen Details gelte es dennoch, die Chancen des Vorhabens für die Bürger in Europa zu sehen.


Wachstum trotz widriger Umstände
Mit ihrem Geschäftsverlauf im Jahr 2013 ist die Volksbank insgesamt zufrieden. „Wir sind stolz auf unser gestiegenes Geschäftsvolumen, denn es belegt den Gewinn von Marktanteilen“, hob Bankvorstand Mersmann hervor. „Da solche Wachstumsraten bei anhaltendem Niedrigzins zunehmend schwerer fallen, möchten wir unseren Mitarbeitern unseren Dank und Respekt zum Ausdruck bringen.“ Die Bilanzsumme stieg um 23,4 Millionen Euro oder 3,2 Prozent auf 746,5 Millionen Euro. Im Einlagengeschäft konnte die Bank an ihren Erfolg im Vorjahr anknüpfen, und erneut über einen Anstieg berichten. Ende 2013 lag das Volumen der Kundeneinlagen bei 582,8 Millionen Euro, das waren 18,2 Millionen Euro oder 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor.  Die Mitglieder und Kunden fragten besonders kurzfristige Geldanlagen mit hoher Sicherheit nach.


Doppelerfolg im Kreditgeschäft
Auch mit der Entwicklung ihres Kreditgeschäfts kann die Volksbank zufrieden sein, denn 2013 wurde hier der Spitzenwert im Fünf-Jahresvergleich erreicht. Die Kundenkredite stiegen um 39,8 Millionen Euro oder 9,1 Prozent auf 478,1 Millionen Euro. Zusätzlich wurden 19,4 Millionen Euro Förder- und Programmkredite vermittelt und zugesagt – dieser Bereich stieg sogar um rund 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Sowohl die Steigerung bei den Kundenkrediten, als auch bei den Förderkrediten belegen, mit welcher Kontinuität wir in einem unserer Kerngeschäftsfelder als verlässlicher Finanzierungspartner unserer Mitglieder und Kunden in der Emscher-Lippe-Region agieren“, erklärte Mersmann. Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen die Mitglieder der Vertreterversammlung eine Dividende von sechs Prozent auf die Geschäftsguthaben.


Wechsel im Aufsichtsrat
Dr. Peter Stahl schied mit Erreichen der in der Satzung festgelegten Altersgrenze aus dem Aufsichtsrat aus. Ihm galt der besondere Dank der Versammlung. Der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer wurde erstmals 1996 in den Aufsichtsrat der damaligen Volksbank eG Oer-Erkenschwick berufen. Neu in das Aufsichtsgremium der Bank gewählt wurde der Geschäftsführer der jetzt in Castrop-Rauxel beheimateten Baugruppe Zabel, Bernd Tewes. Die Steuerberaterin Birgit Lueg aus Oer-Erkenschwick und der selbstständige Diplom-Elektroingenieur aus Lünen, Reiner Horstmann, wurden von der Vertreterversammlung in ihren Ämtern bestätigt.