Für die Volksbank ist Gesundheit der größte Reichtum

Pressemitteilung vom 10.06.2015

Von links: Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer, ehrenamtliches Vorstandsmitglied Klaus Eickenscheidt, Aufsichtratsvorsitzender Heinrich Lübke, neues Aufsichtsratsmitglied Helga Gödeke, wiedergewähltes Aufsichtsratsmitglied Hugo Heitfeld, wiedergewähltes Aufsichtsratsmitglied Harald Lamprecht und Vorstandsmitglied Gregor Mersmann. *Heinz zur Nieden, der ebenfalls wiedergewählt wurde, ist nicht auf dem Foto.

Mehr Geschäft, aber weniger Gewinn. Volksbank reagiert auf das Niedrigzinsniveau mit mehr Beratungsqualität und Kundennähe.

„Gesundheit ist der größte Reichtum.“ Dieses für einen Finanzdienstleister ungewöhnliche Motto hatte Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer an den Anfang der Vertreterversammlung der Volksbank gestellt. Im Hansesaal Lünen berichtete er über die Entwicklung der Kreditgenossenschaft sowie die Aktivitäten für Mitarbeiter und Mitglieder: „Neben Ihrer Gesundheit liegt uns selbstverständlich auch die Fitness Ihres Vermögens am Herzen.“, so Suttmeyer.

Fitmach-Aktionen für Mitglieder mit der goldenen VR-BankCard Plus und das betriebliche Gesundheitsmanagement stellte Suttmeyer vor und warb zudem für gesundes Wirtschaften in einem von viel zu niedrigen Zinsen geprägten Umfeld. So hat die Volksbank ihr Geschäft mit Mitgliedern und Kunden zwar deutlich ausgebaut und ihre Bilanzsumme noch einmal um 4,2 Prozent auf 777,8 Millionen Euro gesteigert. Die Margen aber – und damit Zinsergebnis und Jahresgewinn – stehen wegen der politisch gewollten Niedrigzinspolitik gewaltig unter Druck.

Die Impulse für das Wachstum der Volksbank kamen hauptsächlich aus dem Kreditgeschäft vor Ort. „Banking heißt für uns Genossenschaftsbanker: Förderung unserer Mitglieder mit unmittelbarer Auswirkung auf die Realwirtschaft.“, sagte Suttmeyer: „Die uns anvertrauten Einlagen vermitteln wir verantwortungsvoll in Kredite für den heimischen Wohnungsbau oder den heimischen Mittelstand.“

Als Motor des regionalen Wirtschaftskreislaufs zu arbeiten, das sei erneut sehr gut gelungen: Die bilanziellen Kundenkredite wuchsen um 5,6 Prozent auf 505,1 Millionen Euro. Das gesamte Kundenkreditgeschäft inklusive der im genossenschaftlichen Verbund weitergeleiteten Finanzierungen stieg auf 673,5 Millionen Euro. Die gesamten Kundenanlagen wuchsen um 1,5 Prozent auf 822,1 Millionen Euro.

„Das zeigt die bedarfsgerechte Beratungsleistung unserer Mitarbeiter“, erläuterte Suttmeyer: „Nicht nur in Zeiten niedriger Zinsen, aber gerade dann umso mehr, ist es wichtig, differenziert und ausgewogen anzulegen.“ Mit genossenschaftlicher Beratung – also Nähe, Fairness, Verlässlichkeit und individuellen Lösungen – sei das Genossenschaftsinstitut auf dem richtigen Weg, von dem Bank und Kunde profitierten.

Das gesamte Kundenvolumen der Volksbank ist in den letzten fünf Jahren stetig angestiegen. Ausgehend von 1,305 Milliarden Euro hatte das Genossenschaftsinstitut Ende 2014 einen Wert von 1,495 Milliarden Euro erreicht. „Wir haben Marktanteile ausgebaut und darauf können wir stolz sein“, so Suttmeyer. Die Geschäftsphilosophie bleibe dabei auf kontinuierlichem Wachstum ausgerichtet „und nicht auf Wachstumssprünge um jeden Preis“. Aufsichtsrechtliche Voraussetzung für die Höhe der Kreditvergabe sei das Eigenkapital. Im vergangenen Jahr legte die Kreditgenossenschaft hier um 2,8 Millionen Euro auf 74,7 Millionen Euro zu.

Das Geschäftsergebnis hat die Volksbank auf 22,6 Millionen Euro gesteigert. Trotz eines noch einmal deutlich ausgeweiteten Kreditgeschäftes gingen die Zinserträge auf 21,7 Millionen Euro zurück. Da sich auch die Zinsaufwendungen reduzierten, wurde letztendlich ein höheres Geschäftsergebnis erreicht als im Vorjahr. Diese Verbesserung wurde aufgezehrt durch erhöhten Personal- und Verwaltungsaufwand sowie durch ein reduziertes sonstiges betriebliches Ergebnis. Der Jahresüberschuss bleibt aufgrund von leicht höheren Steuern knapp unter dem Vorjahreswert. Mit diesem Ergebnis könne die Volksbank eigentlich zufrieden sein – „wenn da nicht“, so Suttmeyer, „das Niedrigzinsniveau wäre“.

Die Konsequenzen dieses ungesunden Kapitalmarkts auf die Ertragslage habe Aufsichtsrat und Vorstand veranlasst, auch über die Höhe der Dividende zu diskutieren. In den Regionalversammlungen im Frühjahr diesen Jahres erfuhr die Volksbank von ihren Mitgliedern für diesen Schritt breite Zustimmung. Jetzt stimmten 78 Prozent der Vertreterversammlung für eine vierprozentige Gewinnbeteiligung für die 34.687 Mitglieder. 2014 hatte die Volksbank 1.252 neue Teilhaber gewonnen.

Dass das Genossenschaftsinstitut gesellschaftliche Verantwortung in der gesamten Emscher-Lippe-Region übernimmt, zeigte Suttmeyer in der Vor-Ort-Bilanz für die Kommunen Waltrop, Datteln, Lünen, Castrop-Rauxel und Oer-Erken­schwick: „Wir sind Arbeitgeber für 158 Angestellte. Damit unsere Mitarbeiterstruktur auch zukünftig ein gesundes Verhältnis hat, beschäftigen wir 23 Auszubildende.“

Für Mai 2016 steht der Umzug der Niederlassung Lünen in das ehemalige Hertie-Gebäude auf dem Plan. Hier, so Suttmeyer, wird die Volksbank an einem zentralen Standort noch mehr Kundennähe zeigen und ihre Beratungsqualität verbessern.

An die fünf Kommunen des Geschäftsbereiches sind 856.000 Euro an Gewerbesteuerzahlungen geflossen. 170 Vereine und Institutionen wurden mit 210.000 Euro gefördert. Eine eigene, dafür aber sehr erfolgreiche Bilanz präsentiert die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land, die die Volksbank mit Rat, Tat und finanziellen Mitteln fördert. Im Jahr 2015 feiert die Stiftung ihren 10. Geburtstag mit einem Bürgerfest am 20. September 2015 auf dem ehemaligen Militärgelände in Datteln in der Nähe des Jammertals.

„Die Zeiten, in denen wir arbeiten, sind merkwürdig und bisweilen grotesk“, sagte Suttmeyer: „Lassen Sie uns trotzdem gemeinsam das Kommende als Herausforderung und als Chance begreifen!“ Trotz der ungesunden Entwicklung an den Geld- und Kapitalmärkten stehe die Volksbank nämlich auf einem sehr soliden Fundament: „Und daran werden wir weiter arbeiten.“

Zum Abschluss gab Suttmeyer noch einen Terminhinweis: „Unsere Vorsätze im Bezug auf die Gesundheit unserer Mitglieder und Kunden setzen wir auch am 20. August um. Denn an diesem Tag findet ein Gesundheitstag in der Niederlassung Henrichenburg statt.“ Mitglieder und Kunden können hier ihre Gesundheit überprüfen lassen. Das Angebot umfasst unter anderem einen Cardioscan für die Stressprävention und einen Balancecheck für die Überprüfung der Koordination.