Erfahrungsbericht Perspektivwechsel des 2. Ausbildungsjahres

von Links: Lennart Irmer, Maren Monno, Mark Homann, Jaqueline Herwig, Moritz Krähling, Alina Bastek

Wir, das 2 Ausbildungsjahr, bekamen durch die Volksbank eG, Waltrop die Möglichkeit, außerhalb der Bank neue Erfahrungen zu sammeln und in einen anderen Beruf – den Beruf des/der Altenpflegers/-in „hineinzuschnuppern“. Die Volksbank freut sich sehr darüber, dass sich das Marienstift Altenheim in Oer-Erkenschwick, das Ludgerushaus in Datteln sowie das AWO Zentrum "An der alten Gärtnerei" in Lünen dazu bereit erklärt haben, je zwei Auszubildenden die Möglichkeit zu geben, die Arbeit der Pflegekräfte kennenzulernen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Der wichtigste Grundsatz in diesen Einrichtungen ist, die Beachtung der Unantastbarkeit der Menschenwürde. Dies wurde in allen Häusern sehr ernst genommen und uns vorgelebt.

Jeden Dienstag Nachmittag bekamen wir nun die Chance, die Bewohner der Einrichtungen für ein paar Stunden zu begleiten und ihre Lebensgeschichten zu erfahren.
Zu Beginn hieß es für alle erst einmal: Kennenlernen. Natürlich kamen seitens der Bewohner Fragen auf, wer wir sind und auch Unsicherheiten, wie sie mit uns bzw. wir mit ihnen umgehen sollen. Doch als die erste Vorstellungsrunde vorbei war, waren die Unsicherheiten schnell verflogen und die Bewohner fingen an, uns von ihren Erlebnissen in der Vergangenheit zu erzählen.
In drei Monaten gab es für uns viele verschiedene Möglichkeiten, die Altenheimbewohner zu begleiten. Durch Spaziergänge, bei denen wir die Rollstühle schoben, aber auch bei Gesellschaftsspielen, lernten wir die Bewohner immer besser kennen. Während regelmäßiger Singrunden lernten wir – teils sehr alte – Lieder kennen. Bei mehreren Bastel- und Gesprächsrunden konnten wir eine Menge über die spannenden Persönlichkeiten der Bewohner erfahren. Durch all diese Aktivitäten wurde uns eines schnell klar: Die Bewohner freuten sich über jeden Kontakt und waren für die Abwechslung dankbar und das, obwohl sie uns ja kaum kannten.
Die Vielseitigkeit der einzelnen Nachmittagsprogramme beeindruckte uns sehr und wir sahen, mit welchem Eifer und mit welcher Freude die Pflegekräfte den Bewohnern das Leben im Altenheim erleichtern und schön gestalten.

Insgesamt hat uns der Perspektivwechsel neue und tiefe Einblicke in den vielseitigen Beruf des/der Altenpflegers/-in gezeigt. Mit viel Abwechslung und Einfühlsamkeit kümmerten und unterstützten die Mitarbeiter die Bewohner zu jeder Zeit, ganz egal welche Aufgabe sich stellte. Für uns war dies sehr bemerkenswert. Die Bewohner wurden immer positiv begleitet. Es wurde viel zusammen gelacht und auch in trüben Momenten war der Zusammenhalt stark. Während der 3 Monate konnten wir viele Erfahrungen sammeln. Für uns ist es gut und auch schön zu wissen, in späterer Zukunft in einem Altenheim gut aufbewahrt zu sein, auch wenn es nicht das eigene Zuhause ist.

Aber was hat uns der Perspektivwechsel für unsere Ausbildung gebracht? Obwohl es zwei völlig unterschiedliche Berufe sind, waren wir überrascht, wie sehr sich diese im Kern gleichen. Auch wir passen uns jederzeit an unterschiedliche Situationen an, gehen offen auf die Mitmenschen zu,  stellen die Bedürfnisse unserer Kunden in den Vordergrund und bringen eine Portion Empathievermögen mit. Darüberhinaus entwickeln wir ebenfalls gemeinsam Lösungen und haben ein gemeinsames Erfolgserlebnis bei der Realisierung der Wünsche und Träume unsere Kunden. Mit Blick auf die Ausbildung können wir sagen, dass wir neue Erfahrungen gesammelt und uns diese in unserem Berufswunsch sowie in der Persönlichkeitsentwicklung gestärkt haben. Abschließend halten wir für uns fest, dass der Perspektivwechsel ein voller Erfolg war.