Erfahrungsbericht Perspektivwechsel

Gärtnerei Tensmann - Stella Kranefoer

von links: Katharina Wottschel (Leiterin Personalabteilung); Barbara Bohner (Regionaldirektorin Bereich Oer-Erkenschwick); Stella Kranefoer (Auszubildende); Christa Tensmann (Inh. Gärtnerei Tensmann)

Die Perspektive wechseln, das war das Ziel meines einwöchigen Aufenthaltes in der Gärtnerei Tensmann in Oer-Erkenschwick. Schon als  kleines Kind habe ich den Sommer gerne draußen auf den Feldern und Wiesen verbracht, habe mit meiner Mama Haarkränze aus Margeriten und anderen bunten Blumen geflochten und gespannt ihren Tipps und Tricks gelauscht, welche sie selber in ihrer Zeit als Floristin beigebracht bekommen hat. Knapp Zwanzig Jahre später durfte ich mein „Gelerntes“ dank der Gärtnerei Tensmann unter Beweis stellen.

Der Familienbetrieb von Ferdinand Tensmann ist vielseitig aufgestellt. Neben einem großen Sortiment an Beet-, Topf- und Schnittpflanzen  bietet das Unternehm auch Gartenbau und Friedhofspflege an.

Mein erster Tag in der Gärtnerei begann um 8.30 Uhr morgens. Ich durfte direkt mit anpacken, denn nach dem Wochenende müssen die  Blumen aus dem Kühlhaus geholt und für den Verkaufsraum vorbereitet werden. Das bedeutet anschneiden, Wasser wechseln und Vasen reinigen. Eine knappe Stunde später erstrahlte der Eingang in den verschiedensten Farbtönen von gelb über orange bis hin zu rot oder lila.

Nachdem alle Blumen zur Verarbeitung fertig gemacht wurden, ging es auch schon ans Blumen binden, denn dienstags ist Markt. Das bedeutet, es müssen ganz viele kleine und große Sträuße in allen Farbvariationen für den Blumenwagen angefertigt werden.

Lavendel, Lavendel, Lavendel, um diese wunderschöne violette Pflanze drehte sich mein zweiter Tag, denn es mussten gut 200 Blumentöpfe bepflanzt werden. Handarbeit war also angesagt. Ein Großkunde hatte für das Gourmetfest „Zu Gast in Recklinghausen“ diese Pflanzen zur Dekoration bestellt.

Am Donnerstag war Frau Tensmann schon früh unterwegs, denn es wurde Zeit, Herbstdekoration zu kaufen. Sowohl zum Verkauf als auch zum Dekorieren von Blumengestecken. Jetzt konnte ich mein bisher gelerntes Wissen sowohl aus der Bank als auch aus der Berufsschule gut anwenden, denn ich hatte die Aufgabe, die Preise zu kalkulieren.

Mir hat der Perspektivwechsel sehr viel Freude bereitet. Durch die abwechslungsreichen Aufgaben und das nette und hilfsbereite Team wurde eine hervorragende Arbeitsatmosphäre geschaffen. Ich habe  viele Eindrücke gewonnen und Erfahrungen gesammelt, die man in abgewandelter Form schon aus dem täglichen Bankgeschäft kennt. Darunter fällt zum Beispiel die Analysephase bei einem Kundengespräch, um die Bedürfnisse des Kunden zu erfragen.

 

Stella Kranefoer