Erfahrungsbericht Perspektivwechsel

DBW Betonsteinwerk - Christian Waldner

Als wir für den Perspektivwechsel Wünsche äußern durften, welchen Beruf wir gerne kennenlernen möchten, war mir sofort klar, dass ich einmal etwas komplett Anderes als den Bankalltag kennenlernen wollte. So entschied ich mich für den Beruf des Steinmetzes bei der Firma DBW Naturstein in Datteln.

Der Familienbetrieb wurde 1997 vom Geschäftsführer Thomas Rodegro in Datteln gegründet und bietet als Naturstein-Spezialist ein umfassendes Angebot an Marmor, Granit und Terrazzo für Innen- und Außenbereiche an. Die Leistungen des Unternehmens umfassen die Fertigung und den Einbau von Innen- und Außentreppen, ebenso die Gestaltung von Küchen und Bädern. Weiterhin gehören Arbeiten wie die Fertigung von Fensterbänken, Boden- und Terrassenfliesen bis hin zur Gestaltung von Außen- und Eingangsbereichen ebenfalls zum Leistungsumfang hinzu.

Am Montag ging es um 7 Uhr direkt los, eine Eingangstreppe eines Doppelhauses sollte eingebaut werden. Nach einer kurzen Einweisung beluden wir die Ladefläche des Transporters mit Beton- und Klebersäcken, Sand zum mischen, den Marmorplatten und Arbeitsgeräten. Am Haus angekommen, dachte ich zuerst, es würde gar nicht so lange dauern "nur eben" die Treppe fertig zu machen. Doch das abmischen des Klebers, nachjustieren und neu zurechtschneiden der Platten nahm mehr Zeit in Anspruch als ich erwartete.

Am Tag darauf durfte ich mithelfen Fensterbänke in einem Neubau einzubauen und habe gemerkt, wie es nach einer Zeit wirklich anstrengend wurde die Steinplatten und mit Mörtel gefüllte Eimer die Treppenstufen des Hauses hoch zu tragen. Wieder in der Firma angekommen, lernte ich die beiden großen Schneidemaschinen näher kennen. Eine kann nur manuell bedient werden und ist die ältere von beiden, die andere wird per Computer über eine bestimme Software gesteuert. Dies war besonders interessant, da man die großen Platten einfach nur auf die Schneidefläche legt, dann ein Foto mithilfe einer Kamera an der Hallendecke geschossen wird und man die zu fertigen Einzelteile dann am PC nur noch auf das gemachte Bild ziehen muss. Die Maschine schneidet dann von ganz alleine und die Mitarbeiter können an anderer Stelle weiter arbeiten.

Donnerstags half ich mit, eine Terrasse zu verlegen und durfte auch selber Mischungen und Kleber dafür anrühren. Dabei war es schön auch einmal, im Gegensatz zur Bank, draußen an der frischen Luft zu arbeiten.

Alles in Allem hat mir der Perspektivwechsel gut gefallen. Die Mitarbeiter haben mich alle freundlich aufgenommen und waren sehr hilfsbereit. Sie haben mir viel erklärt und gezeigt, wodurch ich einen kleinen Einblick in diesen handwerklichen Beruf bekommen konnte. Es war sehr interessant, mal in einem komplett anderen Beruf zu arbeiten und zu merken, wie körperlich anstrengend dieser ist.

Ich denke der Perspektivwechsel hat die Verbindung zwischen Bank und Unternehmen gestärkt und konnte mir wichtige Erfahrungen für die Zukunft bescheren, was ihn für mich zu einem vollen Erfolg macht!