Erfahrungsbericht Perspektivwechsel

St. Vincenz-Krankenhaus Datteln - Julia Brinkmann

von links: MartinLudwigs, Leiter Schule für Gesundheitsberufe; Katharina Wottschel, Leitung Personal Volksbank eG, Waltrop; Heinz-Wilhelm Rüping, Firmenkundenberater für den Bereich Datteln; Wolfgang Müller, Geschäftsführung Geschäftsbereich Erwachsene; Julia Brinkmann, Auszubildende Volksbank eG, Waltrop;

Mit dem Ziel, eine Woche die Perspektive zu wechseln und in einen komplett anderen Berufsbereich zu schnuppern, fuhr ich am ersten Tag voller Erwartung in Richtung  St. Vincenz-Krankenhaus in Datteln. Das St. Vincenz-Krankenhaus gehört der Trägerschaft der Vestischen Caritas-Kliniken GmbH an, zu der außerdem die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln, das St.-Laurentius-Stift Waltrop und die Kinderheilstätte Nordkirchen gehören. Dort angekommen, erwartete mich bereits Herr Ludwigs, der Leiter der Schule für Gesundheitsberufe, um mir das Haus mit den verschiedenen Stationen zu zeigen.


Nach diesem ausführlichen Rundgang erhielt ich meine Arbeitskleidung und wurde zu meinem Einsatzort, der Abteilung für Geburtshilfe mit dem dazugehörigen Perinatalzentrum begleitet. Das Perinatalzentrum in Datteln ist eines der größten und leistungsstärksten von 17 weiteren in ganz Nordrhein-Westfalen.  


Wenn man an die Geburtenstation denkt, verbindet man diese meistens mit etwas sehr Positivem. Jedoch verläuft bei einer Schwangerschaft nicht immer alles problemlos, was ich während meines Einsatzes hautnah miterlebt habe. Das Perinatalzentrum in Datteln ist nämlich darauf spezialisiert, Frühgeborene, Kinder mit Genkrankheiten sowie weitere Risikoneugeborene zu betreuen. Direkt am ersten Tag habe ich ein zu frühgeborenes Kind gesehen, das gerade einmal 900 Gramm gewogen hat!


Mein täglicher Dienstbeginn startete um 6:15 Uhr, da ich während meines Einsatzes für die Frühschicht eingeplant war. Zu meinen täglichen Aufgaben zählte es, Tabletten und Essen zu verteilen, Blutzucker, Blutdruck, die Temperatur sowie den Puls zu messen und die Werte anschließend in die dafür vorgesehenen Kurven einzutragen. Des Weiteren war ich bei Aufnahmegesprächen dabei, habe Entlassungen vorbereitet, mit Hilfe einer Schwester die Schwangeren auf die Geburt vorbereitet und die frisch gewordenen Mütter aus dem Kreißsaal abgeholt. Zu meinen absoluten Highlights gehörte es, an Untersuchungen der Neugeborenen teilzunehmen, mich mit ihnen zu beschäftigen, sie zu füttern, zu wickeln und auf den Arm zu nehmen, wenn sie geweint haben.


Am Mittwoch unternahmen wir einen Exkurs in das St.-Laurentius-Stift nach Waltrop. Dort befinden sich die Geriatrie und die Psychiatrie der Vestischen Caritas-Kliniken GmbH. Die Leiterin des Hauses hat sich an diesem Tag Zeit für mich genommen, um mir die Einrichtung zu zeigen und mir meine Fragen bezüglich unterschiedlichster Krankheitsbilder zu beantworten.


Abschließend kann ich sagen, dass mir der Perspektivwechsel sehr viel Freude bereitet hat und ich viele Einblicke in den Alltag eines Gesundheits- und Krankenpflegers erhalten habe. Besonders Spaß hat mir der Umgang mit den Neugeborenen und der Ausflug in das St.-Laurentius-Stift gemacht. Das Team hat mich sehr gut aufgenommen und es herrschte eine ausgesprochen angenehme Arbeitsatmosphäre. Ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln, welche das Projekt für mich zu einem vollen Erfolg gemacht haben!