Erfahrungsbericht Perspektivwechsel

Wienholt und Horstmann – Dominik Ringens

Eine Chance auch mal in andere Berufe einblicken zu können – das war mein Gedanke, der mich für den Perspektivwechsel hat stimmen lassen.

Hausinstallationen und die Instandsetzung bestehender Anlagen, digitales Kabelfernsehen und die Komplettinstallation großer Verwaltungsgebäude, vielfältiger Gewerbe- und Industrieobjekte. Das Aufgabenfeld, das der Familienbetrieb Wienholt und Horstmann abdeckt, ist sehr vielseitig.

Direkt an meinem ersten Arbeitstag habe ich gemerkt, dass die Stimmung der einer Familie sehr ähnelt. Ich kam in die Werkstatt und wurde direkt begrüßt und sehr nett aufgenommen. Allerdings habe ich sofort gemerkt, dass das Arbeitsleben im Handwerk sehr hektisch sein kann. Eine kurze Vorstellung mit meinen „Baustellen-Kollegen“, ausgerüstet mit passendem Schuhwerk und schon ging es los zum Wagen, um diesen zu beladen.

Unser erster Halt war ein Verwaltungsgebäude in Lünen. Abschlussarbeiten standen für mich auf dem Programm, das heißt EDV- und Steckdosen installieren in den Büroräumen. Nach getaner Arbeit wurde dann noch eine Materialaufnahme gemacht und anschließend die Sachen wieder ins Auto verladen. Somit ging mein erster Tag als Elektriker schnell vorbei und ich merkte den Unterschied schon jetzt in den Knochen.

Am nächsten Tag ging es dann an die Messung der Datenleitungen. Hier wurde überprüft, welche Leitung zu welchem Anschluss im Datenschrank gehört. Nachdem die Leitung gemessen wurde, habe ich diese mit einen Beschriftungsgerät gekennzeichnet, so dass man sie hinterher problemlos zuordnen kann.

Donnerstag war der Tag, an dem ich in einem Altbau mithelfen konnte. Ich habe gemeinsam mit meinen Arbeitskollegen die Schwachstromleitungen aus dem Kabelkanal entfernt, Steckdosen und Kabelleitungen installiert und die entsprechenden Deckenstrahler in den Räumen angebracht.

An meinem letzten Tag durfte ich noch mit auf einen Rohbau und dort gemeinsam mit den zwei Arbeitskollegen Kabelkanäle anbringen und Schlitze stemmen. Das besondere hierbei war, dass die Wände noch nicht einmal verputzt waren und man ganz genau nach Bauplan arbeiten musste. Am Ende wurde mir noch gezeigt, wie die Kabel angeschlossen werden, damit auch Strom fließen kann, ohne dass ein Kurzschluss entsteht.

Alles in allem hat mir der Perspektivwechsel sehr gut gefallen. Er hat mir gezeigt, wie das Arbeitsleben als Handwerker aussieht, wie anstrengend dieser Beruf ist, aber auch wie viel Spaß es machen kann.